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Wasserspiele und Baumreihen mit konsequenter Erschließungslösung überzeugten Jury .
Ideenwerkstatt „Freiraumgestaltung Alte Baumwolle“ beendet

Über einen Zeitraum von knapp vier Monaten arbeiteten im Rahmen eines Workshops drei Planerteams aus Architekten sowie Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanern an Lösungen für die zukünftige Gestaltung der Außenanlagen der „Alten Baumwolle“. Die Jury bestand aus Stadträten, Vertretern der Verwaltung und von regionalen und überregionalen Fachbehörden. Es wurden in drei Kolloquien Ideen gesammelt und Lösungsansätze diskutiert.

Am 22. September stand die Jury, moderiert von der Architektin Frau Dr. Barbara Braun aus Dresden, vor der schwierigen Aufgabe, aus den drei vorliegenden Entwurfvorschlägen den besten zu ermitteln. Dabei zeugten alle drei eingereichten Arbeiten von einer intensiven Beschäftigung mit dem Planungsgebiet „Alte Baumwolle“. Ausgangspunkt war dabei nicht nur die gegenwärtige Situation, sondern der Bogen spannte sich bei allen Teilnehmern von der historischen Bedeutung der Baumwollspinnerei bis zur zukünftigen Rolle des Areals für die weitere Stadtentwicklung Flöhas.

Alle drei Teams standen vor der schwierigen aber dennoch reizvollen Aufgabe, Belange des Denkmalschutzes, also der generellen Erhaltung des Industriedenkmales in seiner Form, mit modernen Gestaltungselementen des Freiraumes in Einklang zu bringen.

Den 1. Rang verlieh die Jury dem Team 2 bestehend aus Stadtplaner Herrn Schülke, Verkehrsplaner Herrn Dr. Döhler und Landschaftsarchitekten Herrn Keller. Diesem Team gelang neben einer konsequenten Erschließungslösung eine ruhige und großzügige Gestaltung des Marktbereiches zwischen Neubau und Oederaner Bau. Hervorgehoben wurde hier auch die Nachempfindung des ehemaligen Mühlgrabens durch eine neue Wasseranlage und einer doppelten Baumreihe entlang der alten Werkstraße.

Rang 2 erzielte das Team 3 bestehend aus Herrn Dr. Kretzer, Verkehrsplaner, Frau Heinrich, Stadtplanerin und Frau Schork, Landschaftsplanerin. Ihnen war es vor allem gelungen, eine harmonische Beziehung zwischen der Bebauung an der angrenzenden Augustusburger Straße und dem Innenbereich der „Alten Baumwolle“ herzustellen. Auch hier wurde an den alten Mühlgraben mit kaskadenförmigem Wasserlauf und Sitzgelegenheiten erinnert sowie eine Baumreihe zwischen Wasserbau und Hauptgebäude ausgewiesen.

Einstimmig vergab die Jury dem Team 1 den 3. Platz. Diese Arbeitsgruppe bestehend aus Verkehrsplaner, Herrn Seeger, Architektin, Frau Göll und Landschaftsarchitektin Frau Rentsch überzeugte durch konsequente geometrische Grundstrukturen und eine sensibel eingeordnete Fußgängerzone mit ebenfalls doppelter Baumreihe entlang des Wasserbaus. Die Sichtbeziehung in Verbindung mit dem Großgrün wurde dort gut umgesetzt. Abstriche gab es für zu wenig Verkehrsberuhigung im Innenbereich.

Alle drei eingereichten Arbeiten beinhalteten fundierte Erkenntnisse und Vorschläge, die für die weitere Planung und Gestaltung des Baumwollareals unverzichtbar sind. Sie gehen zudem davon aus, dass es für die weiter Entwicklung der Stadt ohne das „Baumwollprojekt“ keine sinnvolle Alternative gibt.

Im Abschlussplädoyer zur Ideenwerkstatt ist hervorgehoben: „Die an der Ideenwerkstatt beteiligten Architekten, Planer und Experten empfehlen dem Stadtrat und der Stadtverwaltung, die Stadterneuerungsstrategie in Flöha konsequent auf die Stärkung der zentralen Funktion im Bereich "Alte Baumwolle" zu richten, alle Anstrengungen darauf zu orientieren, Investoren zu finden, die die gewünschte Nutzungsmischung vorantreiben und derzeitige Leerstände minimieren und diesen Prozess mit Hilfe der konsequenten Stadterneuerungsplanung und einer gezielten Wirtschaftsförderung aktiv zu unterstützen.“
 
 
 
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