| Die Georgenkirche Flöha . |
Die Georgenkirche Flöha
Die spätgotische Kirche wurde um 1500 auf den Fundamenten einer früheren spätromanischen Kirche errichtet. Mit dem Sternengewölbe des Chorraumes ist sie ein wunderschönes Beispiel gotischen Baustiles. Das Kirchenschiff erhielt nach 1751 mit den großen Fenstern und dem kräftigen Dachreiter als Turm seine heutige Gestalt, dass nach einer umfassenden Renovierung wieder sehr schön zur Geltung kommt. Es bietet ca. 350 Besuchern Platz. Ein Kleinod besonderer Art ist der spätgotische Schnitzaltar, ein Flügelaltar eines unbekannten Meisters, der in der Kunstgeschichte unter dem Namen "Meister des Flöhaer Altars" bekannt geworden ist (eine weitere Arbeit des Künstlers findet sich in der Stiftskirche zu Ebersdorf vor den Toren von Chemnitz). An zentraler Stelle im Mittelschrein steht die Mutter Maria, als Himmelskönigin dargestellt, mit dem Jesuskind auf dem Arm. Ihr zur Seite sieht der Betrachter den Heiligen Martin, wie er sein Gewand zerteilt, um die Hälfte davon einem armen, frierenden Bettler zu geben. Auf der anderen Seite steht der Heilige Georg, der Drachentöter, von dem die Legende erzählt, dass er die Bewohner einer Stadt von der Angst und Bedrohung durch ein böses Untier befreite. An diesem Heiligen, der im 3. Jahrhundert im damaligen Kleinasien lebte, und den Legenden, die sich um seine Person ranken,
unserem mutigen Eintreten das Böse in der Welt besiegt werden kann. Auf dem linken Flügel ist die Heilige Anna, die Mutter Jesu, dargestellt mit ihrer Tochter und dem Jesuskind auf den Armen. Sie galt als die Schutzpatronin des Bergbaues und gab z.B. der Stadt Annaberg ihren Namen. Der rechte Altarflügel zeigt einen uns unbekannten Bischof (möglicherweise St. Wolfgang), der ein Kirchenmodell in Händen hält. In der Advents- und der Passionszeit werden die Flügel unseres Altars geschlossen. Und damit kommt ihre Rückseite zur Geltung, zwei Tafelgemälde, die Johannes den Täufer (für die Adventszeit) und Maria Magdalena (für die Passionszeit) zeigen. Der Sockel, die sog. Predella, stellt dem Betrachter die 14 Heiligen oder auch Nothelfer vor Augen, die in der frühen Zeit der Christenheit standhaft ihren Glauben bekannt haben und zu Märtyrern der Kirche geworden sind. Zwei weitere Kleinodien in unserer Kirche sind der Taufstein aus der Zeit um 1590 und die wunderschöne Barockkanzel aus dem Jahre 1676. Schon um dieser Kunstschätze willen ist die Georgenkirche einen Besuch wert. In ihr versammeln sich an jedem Sonn- und Feiertag Christen zum Gottesdienst, finden Orgelmusiken und Konzerte statt. Übersicht zu Konzerten und musikalischen Gottesdiensten
Kontakt:
Ev. Luth. Pfarramt der Georgenkirche Flöha Dresdner Straße 4 09557 Flöha Tel.: 03726 / 2231 Fax: 03726 / 7899863 >> zur Internetseite der Georgenkirche Flöha >> Friedhofsordnung |
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