| Verlegung der B173 . |
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Das Problem Gegenwärtig ist die Große Kreisstadt Flöha verkehrlich durch die Überlagerung der Verkehrsströme auf den Bundesstraßen B 173 und B 180 geprägt, wobei die B 173 als Ost-West-Verbindung den maßgeblichen Anteil an diesen Verkehrsströmen besitzt. Die Bundesstraßen verlaufen direkt in der Ortslage und infolge vorhandener Zwangspunkte (Fluss- und Eisenbahnbrücken) konzentriert sich der größte Teil des Verkehrs auf diese beiden Bundesstraßen. Speziell im Überlagerungsbereich, der Chemnitzer Straße, wurden im Rahmen von Dauerzählungen etwa 21.000 Kfz/24 h gezählt. Dabei setzt sich das hohe Verkehrsaufkommen nicht nur aus der gemeinsamen Führung der Bundesstraßen B 173 und B 180 zusammen, sondern resultiert auch aus der Überlagerung der einzelnen Verkehrsarten (Durchgangs-, Quell-, Ziel- und Binnenverkehr). Im Flöhaer Stadtzentrum führt diese Überlagerung zu Belastungswerten von bis zu 18.500 Kfz/24h. Neben den Behinderungen für den Fahrzeugverkehr und den erheblichen Belastungen für die Anwohner besteht ein hohes Gefährdungspotential für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Eine städtebauliche Aufwertung der Innenstadt ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nicht möglich. Neben den topographischen Gegebenheiten (Flüsse, Bahndamm) stellt die Augustusburger Straße für diese Verkehrsteilnehmer eine weitere erhebliche Barriere dar. Für den Durchgangsverkehr im Zuge der Bundesstraßen ist die Querung der Stadt Flöha, abhängig von der jeweiligen Tageszeit, mit teils erheblichen Zeitverlusten verbunden. Die Geschichte Nicht erst mit der enormen Verkehrszunahme nach der politischen Wende, sondern bereits zu Beginn der 80-iger Jahre zeigte sich das verkehrliche Problem in Flöha. So führten die ersten Überlegungen der damals zuständigen Stellen zu einer nördlichen Umgehung der Ortslage und im Jahre 1992 zur Aufnahme der Maßnahme als OU Flöha (SN 8150) in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP). Entsprechend der ersten Überlegungen begannen 1993 die ersten konkreten Planungen mit der Untersuchung einer Vielzahl von nördlich des Stadtgebietes verlaufenden Linien. Im Ergebnis musste aber festgestellt werden, dass eine verkehrlich optimale Verknüpfung zwischen der B 173 und der B 180 nicht möglich war und diese Lösungen somit zu keiner Entlastung des Flöhaer Stadtzentrums führten. Daher wurde 1994 im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft, ob sich eine südlich der Bahnstrecke Dresden-Werdau (Sachsenmagistrale) geführte Trasse realisieren lässt und diese zugleich eine Alternative zu den nördlichen Linien darstellt. Vor allem die positiven verkehrlichen Effekte der sogenannten Südvarianten führten zu deren Einbeziehung in die Vorplanung. Im Ergebnis der Gegenüberstellung und Bewertung der Varianten wurde die Südvariante 2 zur Weiterplanung empfohlen. Nach der Anhörung der Träger öffentlicher Belange, der Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung und der Zustimmung zur Linie durch das Bundesministerium für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen im Juli 2000, erfolgte im Frühjahr 2002 eine Weiterführung der konkreten Planungen durch das Straßenbauamt Chemnitz, ab Herbst 2002 durch die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) als sogenannter Vorhabensträger. Nach Erstellung und Vorlage der Entwurfsunterlagen und deren Bestätigung durch das Bundesministerium für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen erfolgte die Zusammenstellung der Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren, welches der Vorhabensträger im Frühjahr 2005 beim zuständigen Regierungspräsidium Chemnitz beantragt hatte. Das Verfahren ist mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 11.12.2007 abgeschlossen. Die Daten Die vorgesehene Maßnahme setzt sich aus zwei Teilmaßnahmen, dem Neubau der Bundesstraße 173 zwischen Niederwiesa und Falkenau und der Umverlegung der Staatsstraße 223 zwischen dem Flöhaer Ortsteil Schweddey und der Verknüpfung mit der B173 im Bereich des Golfplatzgeländes zusammen. Im Überblick stellt sich Maßnahme wie folgt dar:
Anzahl der Knotenpunkte: 4 Knotenpunkte im Zuge der B173, davon aus Verkehrssicherheitsgründen einer als Kleiner Kreisverkehr, weitere Knotenpunkte im Zuge der S223 bzw. der innerstädtischen Anbindung der B180 (Augustusburger Straße) Ingenieurbauwerke: 12 Brückenbauwerke, darunter die Talbrücke über die Flöha mit einer Länge von ca. 270 Metern, Stützwände mit einer Gesamtlänge von etwa 900 Metern, ca. 2400 m Lärmschutzwände Entwässerung: 7 Regenrückhaltebecken mit einem Gesamtvolumen von ca. 2300 m³, etwa 11.300 m Entwässerungsleitungen Erdbau: ca. 300.000 m³ Erdmassenbewegung Gesamtkosten: ca. 44 Mio € Kosten- und Baulastträger für die Bundesstraße 173 ist die Bundesrepublik Deutschland (39 Mio. €), für die Staatsstraße 223 der Freistaat Sachsen (5 Mio. €). Bauablauf Der offizielle Spatenstich fand am 06.10.2008 statt. Begonnen wurde mit den Brückenbauwerken über die Zschopau (Dammstraße) sowie über die Augustusburger Straße am Bahnübergang (Plauberg). Folgen werden weitere Brücken, um die Grundlage für die Erdmassentransporte entlang der Neubautrasse zu schaffen. Die veranschlagte Bauzeit beträgt etwa 2,5 Jahre. Für die Einsichtnahme in die Planfeststellungsunterlagen steht ihnen das Bauamt der Stadtverwaltung Flöha zur Verfügung. Stadtverwaltung Flöha Bauamt, Zimmer 3.03 Tel. 03726-791 148 E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Augustusburger Straße 90 >>Übersichtsplan Staßenverlauf (stark vereinfacht) >>Übersichtsplan Straßenverlauf (Maßstab 1:25000) >>Detailplan Straßenverlauf (Maßstab 1:5000) Pressemeldungenund Informationen: - Verlängerung Bahnsteigunterführung in Verbindung mit einer Park-and-Ride-Anlage - RP Chemnitz genehmigt lang ersehntes Projekt der Flöhaer |
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Gegenwärtig ist die Große Kreisstadt Flöha verkehrlich durch die Überlagerung der Verkehrsströme auf den Bundesstraßen B 173 und B 180 geprägt, wobei die B 173 als Ost-West-Verbindung den maßgeblichen Anteil an diesen Verkehrsströmen besitzt. Die Bundesstraßen verlaufen direkt in der Ortslage und infolge vorhandener Zwangspunkte (Fluss- und Eisenbahnbrücken) konzentriert sich der größte Teil des Verkehrs auf diese beiden Bundesstraßen.