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Die Sage von den Schwedenlöchern. .
Schwedenlöcher
Südöstlich von Flöha, in der Schweddey, gab es ein kleines Kalkvorkommen. Es handelt sich um einen kristallinen Kalkstein (Marmor), der in Linsen oder Nestern bis zu einen Meter Mächtigkeit vorkam. Eine erste urkundliche Erwähnung des Kalkabbaues im Gebiet der Schweddey finden wir im Urkundenbuch der Stadt Chemnitz.

Hier heißt es sinngemäß, dass 1453 Friedrich der II. dem Rat der Stadt Chemnitz gestattet, Kalk in den Kalkbrüchen bei Schellenberg zum Bau der Stadtbefestigungsanlagen brechen zu lassen. Wahrscheinlich wurde schon vor 1453 Kalk abgebaut. Besondere Bedeutung kam dem Kalkabbau in diesem Gebiet beim Bau der Augustusburg 1568 bis 1572 zu. Noch 1840 war der Bruch in Betrieb, denn in diesem Jahr wird in den Kirchenbüchern noch von tödlich verunglückten Bergleuten in den Kalkbrüchen von Falkenau und Plaue berichtet. Der Abbau erfolgte damals größtenteils unter Tage. Das ehemalige Bergwerk ist heute unter dem Namen "Schwedenlöcher" oder auch "Kalkhöhlen" bekannt. Im Dreißigjährigen Krieg sollen sich die Plauer Einwohner in den alten Stollen vor den Schweden versteckt haben, daher stammt möglicherweise der Name "Schwedenlöcher".

 
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