Verkehrsinformationen

Gehwegbau und Fahrbahnerneuerung Augustusburger Straße Augustusburger Straße B180

Auf der Augustusburger Straße (von der Zufahrt zu den Parkplätzen der Hochhäuser bis Heinrich- Heine- Straße) wird der Gehweg und anschließend die Fahrbahn erneuert. Hierfür ist eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung erforderlich. Das Parken vor dem Rathaus bzw. vor dem Betreuten Wohnen ist in dieser Zeit nicht möglich!!

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Wahl zum 19. Deutschen Bundestag

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Wanderausstellung zum Thema „Energetische Sanierung“ macht Halt in Flöha

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"Literarischer Kaffeeklatsch"

Bibliotheksveranstaltung

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Ausstellungseröffnung "Frühe Konzentrationslager in Sachsen 1933 - 1937"

Ausstellung im Samuel-von-Pufendorf-Gymnasium

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Öffentliche Sitzung des Stadtrates Flöha

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"Der gestiefelte Kater"

Bibliotheksveranstaltung

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Galerie im Ratssaal

Der Gemäldezyklus "Das Lied von der Glocke"

Der Gemäldezyklus "Das Lied von der Glocke" von Ernst Erwin Oehme
Illustrationen zur gleichnamigen Dichtung von Friedrich Schiller

Einen besonderen Kunstbesitz der Stadt Flöha stellen die acht Gemälde im Stadtsaal der Stadtverwaltung im Wasserbau der Alten Baumwolle dar.
Die acht großformatigen Gemälde wurden in den Jahren von 1872 bis 1877 vom Dresdner Maler Prof. Ernst Erwin Oehme gemalt. Auftraggeber war der Industrielle und kurzzeitige Miteigentümer der Plauer Baumwollspinnerei Clauß, Carl Louis Uhle.
Hintergrund des Auftrages waren Umstände aus dem Leben der Familie Uhle, die sich im Gedicht „Lied von der Glocke“ von Friedrich Schiller widerspiegelten. Während längerer Aufenthalte in der Familie Uhle versuchte E. E. Oehme, diese Gleichnisse künstlerisch umzusetzen. Zu vermuten ist, dass die abgebildeten Personen Porträts von Uhle und seinem familiären Umfeld sind. Oehme nahm sich bei diesem Auftrag die künstlerische Freiheit, einige Details in den Bildern mit einem Augenzwinkern umzusetzen. Im letzten Bild hat sich der Künstler wahrscheinlich selbst verewigt (rechts außen).
Ein interessantes Detail findet man beim näheren Betrachten im fünften Bild. In der Haube der Magd liest man die Aufschrift: „WENN NUR HERR CLAUSS DIE TREPPE MALEN LIESS UND WENN ES NUR VIELE UHLE GAEBE“. Dies ist eine versteckte Huldigung des Mäzens Uhle, verbunden mit der Hoffnung auf einen Folgeauftrag durch den Besitzer der Baumwollspinnerei, Herrn Clauß.
Nach einer bewegenden Geschichte kamen die Bilder 1921 durch Schenkung an die ehemalige Plauer Schule. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die Kunstwerke in der Gemäldegalerie in Dresden restauriert und anschließend bis 1991 im Schloss Augustusburg eingelagert. Seither befinden sie sich in der Stadt Flöha.
Die Gemälde haben eine durchschnittliche Größe von 220 x 160 cm und wurden in einer Öl-Wachstechnik gemalt.

Die Gemälde von Ernst Erwin Oehme "Das Lied von der Glocke"


Gegenüberstellung einzelner Textteile aus dem Gedicht "Lied von der Glocke zu den Gemälden von Ernst Erwin Oehme+

1. Gemälde
Denn mit der Freude Feierklange
Begrüßt sie das geliebte Kind
Auf seines Lebens erstem Gange,
Den es in Schlafes Arm beginnt;
Ihm ruhen noch im Zeitenschoße
Die schwarzen und die heitern Lose,
Der Mutterliebe zarte Sorgen
Bewachen seinen goldnen Morgen.

2. Gemälde
Und herrlich, in der Jugend Prangen,
Wie ein Gebild aus Himmelshöhn,
Mit züchtigen, verschämten Wangen
Sieht er die Jungfrau vor sich stehn.
Da faßt ein namenloses Sehnen
Des Jünglings Herz, ...

3. Gemälde
Lieblich in der Bräute Locken
Spielt der jungfräuliche Kranz,
Wenn die hellen Kirchenglocken
Laden zu des Festes Glanz.

4. Gemälde
Der Mann muß hinaus
Ins feindliche Leben,
Muß wirken und streben
Und pflanzen und schaffen,
Erlisten, erraffen,
Muß wetten und wagen,
Das Glück zu erjagen.
Da strömet herbei die unendliche Gabe,
Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe,
Die Räume wachsen, es dehnt sich das
Haus.

5. Gemälde
Und drinnen waltet
Die züchtige Hausfrau,
Die Mutter der Kinder,
Und herrschet weise
Im häuslichen Kreise,
Und lehret die Mädchen
Und wehret den Knaben,
Und reget ohn Ende
Die fleißigen Hände,
Und mehrt den Gewinn
Mit ordnendem Sinn.

6. Gemälde
Hoffnungslos
Weicht der Mensch der Götterstärke,
Müßig sieht er seine Werke
Und bewundernd untergehn.
Leergebrannt
Ist die Stätte,
Wilder Stürme rauhes Bette,
In den öden Fensterhöhlen
Wohnt das Grauen,
Und des Himmels Wolken schauen
Hoch hinein.
Einen Blick
Nach den Grabe
Seiner Habe
Sendet noch der Mensch zurück –...

7. Gemälde

Einen Blick
Nach den Grabe
Seiner Habe
Sendet noch der Mensch zurück -
Greift fröhlich dann zum Wanderstabe.
Was Feuers Wut ihm auch geraubt,
Ein süßer Trost ist ihm geblieben,
Er zählt die Haupter seiner Lieben,
Und sieh! ihm fehlt kein teures Haupt.

8. Gemälde
Herein! herein!
Gesellen alle, schließt den Reihen,
Daß wir die Glocke taufend weihen,
Concordia soll ihr Name sein,
Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine
Versammle sie die liebende Gemeine.


Informationen zum Maler Erns Erwin Oehme

Herr

Reiner Schirmer

SG Öffentlichkeitsarbeit/Presse/Kultur

E-Mail: presse@floeha.de

Telefon: 03726 791-110

Fax: 03726 2419

Adresse: Augustusburger Straße 90

09557 Flöha