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Der Igelschutz geht alle an

Ein Igel läuft über eine Wiese. Foto: Pixabay/ Alexa

Igel sind sympathische und nützliche Insektenfresser, die leider durch uns Menschen auch zunehmend gefährdet werden. In einigen Regionen Deutschlands ist die Zahl der Igelbestände bereits um über 50 Prozent rückläufig. Diese Winterschläfer sind daher durch die Weltnaturschutzunion (IUCN) erstmals auch in der Roten Liste der bedrohten Arten als „potenziell gefährdet“ eingestuft worden. „Insbesondere die Zerstörung ländlicher Lebensräume durch Intensivierung der Landwirtschaft, Straßen und Stadtentwicklung, führt zu einem Rückgang des westeuropäischen Igels“, heißt es in dem IUCN-Bericht.

Auf Bitten von Schülerinnen und Schülern des Pufendorfgymnasiums hat der Stadtrat von Flöha im vergangenen Jahr über eine Allgemeinverfügung zum Nachtfahrverbot für Mähroboter beraten und diese letztlich abgelehnt. Einerseits ist dieses Verbot durch unsere Ordnungsbehörde in Nachtzeiten kaum zu kontrollieren und sollte daher über eine öffentliche Darstellung der Problematik die Besitzer solcher Gartengeräte für den Schutz der Igel, sensibilisieren.

Deshalb bitte ich die Besitzer von Mährobotern, diese Geräte vor Einbruch der Dunkelheit bis zum Sonnenaufgang nicht in Betrieb zu lassen. Igel sind nachtaktiv und haben ihr Stachelkleid als einziges Schutzschild. Verfügen daher aber über keinen natürlichen Fluchtinstinkt und sind dieser Gefahr schutzlos ausgeliefert. Dadurch erleiden diese nützlichen Säugetiere jährlich schwere oder gar tödliche Verletzungen. Tragen wir alle dazu bei, unsere natürliche Tier- und Pflanzenwelt zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts des Ökosystems noch besser zu beschützen. Das geht oft mit ganz einfachen Dingen, wie der Nichtbenutzung der Mähroboter in den Abend- und Nachtstunden.

Oberbürgermeister
Volker Holuscha

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