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Halbseitige Sperrung Augustusburger Str. Augustusburger Straße 71/73 B 180

Auf Grund von Einbindung Gasleitung muss die Augustusburger Straße in Höhe Zufahrt Hochhäuser Hnr. 71/73 halbseitig mittels Ampelregelung gesperrt werden.

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Beschränkungen verlangen uns viel ab

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

seit fast drei Monaten ist das Leben in unserer Stadt und seinem Ortsteil ein anderes. Der Virus hat uns noch immer fest im Griff. Viele von uns sind verunsichert oder gar verängstigt. Ist Covid-19 wirklich so gefährlich, dass unsere Freiheitsrechte und unser Alltagsleben derart eingeschränkt werden müssen? Beim Schreiben dieser Zeilen (Mitte Mai) ist in unserer Stadt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten glücklicherweise auf einem sehr geringen Niveau. Aber die Bilder der letzten Monate aus zivilisierten Ländern wie Italien, Spanien, Großbritannien oder den USA zeigen auch überdeutlich, dass eine Unterschätzung der Wirkung dieser Gefahr gravierende Folgen für Gesundheit und Leben großer Bevölkerungsteile nach sich ziehen kann. Ja, dass eine sogenannte „Durchseuchung“, wie in vorangegangenen Pandemien der letzten einhundert Jahre, bei dem Covid-19 Virus die Gesundheitssysteme ganzer Länder kollabieren lässt und die Sterblichkeitsrate unverantwortlich ansteigt.

Die Corona-Krise veranschaulicht aber auch unsere Fehler der Vergangenheit. Wie in einem Brennglas wird uns vor Augen geführt, welchen Stellenwert die Bereiche der kritischen Infrastruktur wirklich haben und wie wenig sie bisher wertgeschätzt wurden. Die Beschäftigten in den Kliniken, im gesamten Pflegebereich, der Polizei und der Sozialfürsorge oder in Handel und Versorgung besitzen einen Stellenwert, der erst in dieser Zeit wirklich erkannt wird. Auch müssen wir uns der Problematik stellen, ob in solchen systemrelevanten Bereichen stets nur die Fragen der Wirtschaftlichkeit und entsprechende Sparvorgaben weiterhin aufrechterhalten kann. Wenn der Schutz des Lebens und der Gesundheit der Bevölkerung das erste Gebot allen gesellschaftlichen Handelns ist, dann darf es künftig keine unverantwortlichen Einsparungen bei Gesundheit, Fürsorge und auch bei Fragen der inneren Sicherheit, wie Polizeistrukturen, mehr geben.

Die Monate der Beschränkungen verlangen uns viel ab. Finanzielle Verluste sind zu verzeichnen. Auch der Stadthaushalt muss auf den Prüfstand. Seelische Belastungen und persönliche Einschnitte des Alltags sind für uns große Herausforderungen. Doch es gibt keinen größeren Verlust als das Leben – das sollte uns allen klar sein! Und das ist das Ziel aller staatlich verfügter Beschränkungsmaßnahmen: der Schutz des Lebens und der Menschenwürde aller Teile der Bevölkerung. Auch und gerade älterer und gesundheitlich stärker gefährdeter Mitmenschen.
Die seit Ende April verfügten Lockerungen bleiben eine Gratwanderung und ihr Erfolg wird vor allem von unser aller eigenverantwortlichem Handeln abhängig sein. Darum werde ich nicht müde an Sie zu appellieren: Halten Sie weiterhin körperlichen Abstand und überlegen Sie stets, wo Infektionsketten vermieden werden können!Die jetzt auf den Weg gebrachten Öffnungen von öffentlichen und privaten Einrichtungen setzen uns vor bisher ungekannte Probleme. Das Managen der sich oft täglich veränderten Bedingungen und Zahlen zwingen alle Beteiligten zu einem äußerst flexiblen Agieren. Manche Reglungen und Vorgaben werden logischer Weise kritisch hinterfragt.

Auch ist es für einige Bürgerinnen und Bürger unverständlich, warum Lockerungen und neue Reglungen nicht binnen weniger Stunden umgesetzt werden. Das kann ich durchaus verstehen. Der Krisenstab und all unsere Beschäftigten unternehmen alles, um rasch Erleichterungen verantwortungsvoll umzusetzen. Deshalb bin ich als Oberbürgermeister sehr dankbar, dass wir in unserer Stadt ein Team haben, welches tagtäglich und auch am Wochenende immer zur Verfügung steht und hier den Eltern, Unternehmern, ja allen Einwohnern nach Kräften helfen will und das auch sehr erfolgreich tut. Ich möchte mich darüber hinaus bei allen Schul- und Einrichtungsleitern und den Pädagoginnen und Pädagogen sowie dem Erzieherpersonal für ihre engagierte Arbeit bedanken. Es gab keine Übung für solche Problemlagen. Wir leben und arbeiten stets und ständig in einem lebendigen System. Deshalb müssen die Vorgaben des Freistaates, die häufig von Theoretikern geschrieben sind, mit der gebotenen Gelassenheit pragmatisch umgesetzt werden.
Wir sind sehr dankbar, dass ein ehrliches Verständnis der Eltern vorliegt und unsere Arbeit überwiegend geschätzt wird. Das ist angesichts der derzeitigen enormen Belastungen für die Familien bemerkenswert.

Ab dem 25. Mai arbeitet die Stadtverwaltung wieder im normalen Arbeitsbetrieb. Jedoch wird auch weiterhin der Besuch der Ämter nur nach telefonischer Vereinbarung und unter strengen Hygienereglungen möglich sein. Ich bitte Sie dafür um Verständnis. Zum Schutz der Beschäftigten der Verwaltung und aller Besucher werden Infektionsketten im Rathaus so gering wie möglich gehalten. Die engen räumlichen Gegebenheiten in den Wartebereichen des Hauses lassen einen wie bis März gewohnten unkontrollierten Besucherverkehr derzeit nicht zu. Die Einhaltung eines Mindestabstandes können wir in einigen Bereichen nicht gewährleisten.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Im Sinne einer gesellschaftlichen Solidarität gilt es in dieser Zeit zusammenzuhalten und die Verlierer der Krise ganz besonders in den Schutz nehmen und ihnen zu helfen. Nehmen Sie älteren Mitmenschen das Gefühl der Einsamkeit oder unterstützen Sie alleinstehende Eltern. Kaufen Sie bei den ortsansässigen Geschäften und nehmen Sie die Angebote der Dienstleistungsbetriebe oder Gaststätten im Ort wahr. Lassen wir keinen zurück. Verfallen wir nicht wieder in alte Lebensmuster. Lernen wir wieder mehr die einfachen Dinge des Lebens und des Alltags zu schätzen. Erweisen wir uns untereinander wieder mehr Respekt und Achtung. Und zeigen wir mehr Selbstverantwortung und Haftung für das eigene Handeln.

Ihr
Oberbürgermeister Volker Holuscha

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