Verkehrsinformationen

ab 17.05.2021 erneute Vollsperrung Augustusburger Straße Augustusburger Straße

Im Zuge des Baufortschrittes des Neubaus der Zschopaubrücke macht sich im Zeitraum vom 17.05.2021 – 21.05.2021 die nochmalige Vollsperrung der Augustusburger Straße B 180 Einmündungsbereich Erdmannsdorfer Straße erforderlich. Umleitung erfolgt über die Ortsumgehung.

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Kritik an der Corona-Notbremse

Foto: Stadtverwaltung Flöha/ Archiv

Die nun vom Deutschen Bundestag beschlossenen Verschärfungen des Infektionsschutzgesetzes werte ich in ihrer gesellschaftlichen Tragweite zum jetzigen Zeitpunkt weder als angemessen noch als nachhaltig. Auch ist es für mich als Verfechter unseres politischen Gestaltungsprinzips des Föderalismus nicht nachvollziehbar, dass damit entscheidende Kompetenzen der einzelnen Bundesländer einfach beiseitegeschoben werden.

Richtig ist, dass die derzeitige Infektionslage mit Covid-19 und die daraus resultierend äußerst kritische Lage in den Krankenhäusern die Politik und uns alle zum Handeln zwingt. Und ich sage ausdrücklich: Uns alle!

Die Teststrategien zeigen spürbar ihre Wirkung bei der Unterbrechung von Infektionsketten. Testzentren werden auf- und ausgebaut. Langsam nehmen auch die Schutzimpfungen großer Teile der Bevölkerung Fahrt auf. Auch wenn es mir trotz monatelanger Bemühungen noch immer nicht gelungen ist, für weitere Schutzimpfungen in unserer Stadt eine Genehmigung zu erhalten. 

Uns allen war klar, dass verstärkte Testungen und eine an Gefährlichkeit zunehmende Virusvariante die Infektionszahlen anwachsen lassen. Wir sehen nun die tatsächliche Verbreitungslage des Virus und die Ansteckungsrate wesentlich deutlicher als noch vor einem halben Jahr. Auch die verständliche Müdigkeit vieler Menschen, noch immer die Beschränkungen unseres Lebens ertragen zu müssen, trägt dazu bei, dass das Virus noch immer die Oberhand behält.

Ich bewerte jedoch die erneute Schließung von Schulen und Kindereinrichtungen als unangemessen. Sind es doch gerade solche öffentlichen Einrichtungen mit sehr guten Hygienekonzepten und funktionierenden Teststrategien. Auch eingeschränkte Öffnungsstrategien für den Handel, Gaststätten oder Freizeit Tourismus, mit sehr guten Schutzmaßnahmen verlieren erneut eine Perspektive. Eben derer Lerneffekte und Erfahrungen, wie man mit dem Virus leben kann, wird man wieder beraubt. 

Man verdrängt wieder die Menschen in den privaten Bereich, was gerade in der jetzt kommenden wärmeren Jahreszeit eine Kontaktminimierung kaum verhindern wird. Im Gegenteil, wir fühlen uns in dieser Zeit an die reinigende frische Luft gezogen. Und das ist mit dem gebotenen Abstand meines Erachtens auch am gesündesten und sichersten. Wieder werden Fragen der Betreuung und Bildung die Familien belasten und die Kinder verlieren ihre sozialen Kontakte. Und für viele Unternehmen rückt eine Perspektive in die Ferne. 

Es kann niemand von uns behaupten schon den richtigen Ausweg aus der Krise gefunden zu haben. Aber die Verantwortlichen im Bund sollten in den letzten 14 Monaten gelernt haben, dass immer wiederkehrende Lockdowns und die einseitige Lagebewertung nur nach den Inzidenzen keine wirksamen und nachhaltigen Lösungen sind. 

Deshalb betrachte ich diese bundesweite „Notbremse“ als einen überzogenen Versuch die Pandemie in den Griff zu bekommen und Herr der Lage zu werden. Wahrscheinlich wird sich die Verbreitungsrate des Virus dadurch verringern und auch die Lage in den Krankenhäusern könnte sich entspannen. Doch zu welchem Preis?!

22.04.2021

Volker Holuscha
Oberbürgermeister

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