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Gedenkveranstaltung zum 150. Geburtstag von Stephan Clauß

Oberbürgermeister Volker Holuscha, Oberbürgermeister a.D. Friedrich Schlosser und Superintendent Rainer Findeisen (v.r.n.l.) am Grab von Stephan Clauß anlässlich seines 150. Geburtstages. Foto: rs.

Gemeinsames Gedenken der Stadt Flöha und der Ev.-luth. Kirchgemeinde

Am 21. April 1869 wurde Stephan Clauß, der spätere Besitzer der Baumwollspinnerei Plaue, geboren. Anlässlich seines 150. Geburtstages fand am 30. April an seinem Grab auf dem Waldfriedhof Flöha-Plaue eine Gedenkveranstaltung statt.
Oberbürgermeister Volker Holuscha und Superintendent Rainer Findeisen würdigten in ihren Reden die Leistungen des Flöhaer Unternehmers und seine großen Verdienste, die bis in unsere Gegenwart reichen.
Neben Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Flöha waren auch Vertreter des Stadtrates sowie des Kirchenvorstandes der Ev.-luth. Kirchgemeinde Flöha/Niederwiesa zugegen.
Umrahmt wurde die Gedenkfeier von einem Bläserensemble der Kirchgemeinde unter Leitung von Kantor Ekkehard Hübler.


Gedenkrede von Oberbürgermeister Volker Holuscha zum 150. Geburtstag Stephan Clauß


Meine sehr geehrten Bürgerinnen und Bürger der Stadt Flöha
Sehr geehrte Stadträte
Sehr geehrte Vertreter der Kirchgemeinde Flöha/Niederwiesa

Es ist für mich heute eine besondere Ehre, sie an dieser Stelle begrüßen zu dürfen.
Lassen Sie mich die heutige Gedenkstunde auch als einen historischen Moment in unserer Stadtgeschichte bezeichnen.

Zum ersten Mal stehen heute Bürgerinnen und Bürger, Stadträte und Vertreter der Kirchgemeinde gemeinsam am Grab eines herausragenden Sohnes unserer Stadt.
Wir verbeugen uns heute anlässlich des
150. Geburtstages von Stephan Clauß vor seiner Person und seinem Lebenswerk.

Wir verbeugen uns vor einem Menschen, der wie kein anderer die Geschichte unserer heutigen Stadt geprägt hat.
Er war, wie wir heute sagen würden, ein unternehmerisches Ausnahmetalent.

Während seines Wirkens setzte er das erfolgreiche Erbe der Vorbesitzer und seiner Familien erfolgreich fort und schuf bis zu seinem sehr frühen Tode 1925 eine der modernsten Baumwollspinnereien in Sachsen und in Deutschland.

Weit vor der Vereinigung der Orte Flöha und Plaue-Bernsdorf entstand durch seine Firma eine gemeinsame Wirtschaftseinheit, von der beide Orte vielfach profitierten.
Ohne die Baumwollspinnerei als größten Arbeitgeber wäre die Stadt Flöha in ihrer heutigen Form nicht vorstellbar. Noch bis 1990 arbeiteten in dieser Fabrik rund 1200 Beschäftigte.

Wir ehren heute aber nicht nur den Unternehmer Stephan Clauß,
sondern auch einen Menschen, der sich der Fürsorger für seine Beschäftigten, wie ebenso dem gesamten Gemeinwohl verpflichtet sah.
Der allgemeine Bildung als einen wesentlichen Schlüssel zum Erfolg begriff und die Wichtigkeit der beruflichen Bildung als einer der ersten seiner Zeit hervorhob.
Der sich für seine Zeit beispielhaft sozial und gesellschaftlich engagierte.
Ob bei der Ausstattung der betrieblichen Feuerwehr, dem Fortsetzen der damals einmaligen betrieblichen Altersvorsorge, dem Bau mehrerer Arbeiterwohnhausgruppen, einer Kinderbewahranstalt als völlig neue Errungenschaft in Deutschland oder einer Badeanstalt. Um nur einige zu nennen.

Es ist mehr als symbolträchtig wenn wir heute hier an diesem Ort Stefan Clauß ehren.
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Firma stifteten er und seine Mutter diesen Friedhof und die dazugehörige Kapelle der Gemeinde Plaue-Bernsdorf. Und hier fanden die Stifter ihre letzte Ruhestätte.

Mit "Unserer Alten Baumwolle", die wir heute als Zentrum für unsere Stadt gestalten, sehen wir uns auch als Erbe und Hüter seines anspruchsvollen Vermächtnisses.

Wir werden sein Andenken steht in Ehren halten.

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