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Verkehrsinformationen

Vollsperrung Augustusburger Straße ab 02.05.2022 Augustusburger Straße

Im Zuge des Baufortschrittes des Neubaus der Zschopaubrücke macht sich im Zeitraum vom 02.05.2022 - 07.10.2022 die nochmalige Vollsperrung der Augustusburger Straße B 180 Einmündungsbereich Erdmannsdorfer Straße erforderlich. Umleitung erfolgt über die Ortsumgehung B 173 n. Die Vollsperrung musste bis 19.12.2022 verlängert werden.

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Gelungene „Bergbauwoche“ in Falkenau

Spannender Moment: Der Bergmann wird auf sein Fundament gesetzt. Aufmerksam beobachten von seinem Schöpfer, Kettensäge-Schnitzer Jörg Bäsler aus Burkhardtsdorf (rechts unten). Bild: Heimatverein Falkenau

Als unser Heimatverein im Jahr 2013 gegründet wurde, ging es vor allem darum, die Kultur- und Brauchtumspflege im Ort zu bewahren. Dazu gehört auch die Erinnerung an den zwischen 1562 und 1843 erfolgten Bergbau auf Silber im Gebiet des Zechen- und Schindelbaches im Oederaner Wald auf Falkenauer Flur. Auch wenn die Bedeutung dieses frühneuzeitlichen Bergbaugebietes bei weitem nicht an andere Abbaustätten des „zweiten Berggeschreys“ im Erzgebirge heranreichte, war der Bergbau einschließlich der historisch nachgewiesenen Schmelzhütten für unsere Region ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Über den Bergbaurundwanderweg mit seinen Schau- und Info-Tafeln an der Schwarzen Brücke, dem Zechen- und Drei-Borner-Grund und Start und Ziel am Bergbauhunt unmittelbar an unserer Kirche haben wir an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet. Auch darüber, dass es inzwischen zu einer guten Tradition geworden ist, den Bergbau mit einem – natürlich im Unterschied etwa zu Freiberg, Marienberg und Schneeberg – kleineren Bergaufzug mit Berggottesdienst und anschließender -vesper zu begehen.

Nach den geschichtlichen Quellen begann der Bergbau im Falkenauer Zechengrund vor 460 Jahren. Deshalb schlug unser „Chef-Bergmann“ Mike Glöckner bereits im vergangenen Jahr dem Heimatverein vor, dieses Ereignis im August 2022 würdig zu begehen. Gedacht, getan! In der Juli-Ausgabe des „Stadtkurier“ haben wir ausführlich informiert, was genau vorgesehen war. Heute und hier ein kurzes Resümee.

Der Kettensäge-Schnitzer Jörg Bäsler aus Burkhardtsdorf arbeitete vom 15. bis zum 18. August im Bürgergarten hinter dem Volkshaus aus einem Eichenstamm von knapp 70 Zentimeter Durchmesser einen Bergmann mit Gardemaß heraus. Viele Bürger aus Falkenau sahen ihm bei der Arbeit über die Schulter. Am Nachmittag des 18. August wurde der Bergmann im Beisein der Mitglieder des Heimatvereins mit einem Autokran zu seinem künftigen Standort vor dem Volkshaus befördert und fest im vorbereiteten Fundament verankert. Er ist ein Kind des Heimatvereins, im Verein sind wir uns aber alle einig: sein Vater ist Mike Glöckner. Von ihm stammt die Idee und er stellte auch den Kontakt zum Kettensäge-Schnitzer her.

Drei Tage später, am Sonntag, dem 21. August, gab es von der Terrasse des Hotels „Falkenhöhe“ den Weckruf für Bergaufzug, -gottesdienst und -vesper. Intoniert wurde er von Mitgliedern des Erzgebirgsensembles Aue mit russischen Hörnern. Danach setzte sich der Zug, angeführt vom Blasorchester der Stadt Flöha, mit den sechs teilnehmenden Bergbrüderschaften und dem Heimatverein, vom Volkshaus aus zur Kirche in Bewegung. Viele Bürger Falkenaus säumten die Straße. Während des von Pfarrer Joachim Butter gehaltenen Berggottesdienstes in der gefüllten Kirche erklangen neben der Predigt auch Lieder, vorgetragen von Mitgliedern des Erzgebirgsensembles Aue mit den Russischen Hörnern und vom Posaunenchor Falkenau. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine von unserem Heimatverein organisierte Bergvesper im Garten der Kirche. Dankbar sind wir der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Stadt Flöha. Nur dank ihrer Förderung unseres Projektes „Bergaufzug“ waren wir in der Lage, die Veranstaltung in dieser Form durchzuführen.

Vom Gottesdienst mit Bergaufzug und Vesper am 21.08.2022 in Falkenau kann eine DVD für 17,- € bestellt werden über Bärbel Schröder oder Mike Glöckner.

Hans Weiske
Heimatverein Falkenau

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