Verkehrsinformationen

Vollsperrung Talstraße Update Talstraße

Auf Grund von Instandsetzung der Talstraße kommt es zu einer Vollsperrung zwischen Augustusburger Straße und Rudolf-Breitscheid-Straße. Im weiteren Baufortschritt macht sich ab 19.10.2021 - 07.11.2021 eine Vollsperrung der Talstraße im Bereich der Kita erforderlich. Die Einbahnstraßenregelung wird aufgehoben. Es ist auf Gegenverkehr zu achten. Mit Einschränkungen im Bereich vor der Kita muss gerechnet werden.

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Häusliche Gewalt - was tun, wie helfen?

Infos des Frauenschutzhauses Freiberg

Gewalt in Partnerschaften, besonders gegen Frauen, ist nach wie vor Alltag in Deutschland. Mehr als 80 Prozent der Opfer sind Frauen. Die Dunkelziffer wird um ein Vielfaches höher geschätzt. Auf das Jahr gerechnet versucht in Deutschland jeden Tag ein Partner oder Ex-Partner eine Frau umzubringen. Jede dritte Tat gelingt. Gewalt, die sich innerhalb von bestehenden oder ehemaligen Beziehungen ereignet, ist die am Häufigsten auftretende Form von Gewalt. Diese sogenannte Häusliche Gewalt ist sowohl körperlich als auch seelisch besonders belastend, weil sie zu Hause stattfindet – an einem Ort, der eigentlich Schutz und Geborgenheit vermittelt und von einem Menschen ausgeht, dem man vertraut. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass es nicht bei einer einmaligen Gewalthandlung bleibt. Es kommt immer wieder zu weiteren Übergriffen, wobei in den meisten Fällen die Gewaltintensität zunimmt und die zeitlichen Abstände immer kürzer werden. Häusliche Gewalt kann viele Formen haben und äußert sich nicht nur durch körperliche oder sexuelle Übergriffe, sondern auch wenn der Lebensgefährte, Ehemann oder Ex-Partner

  • seine Frau oder Ex-Partnerin beleidigt und bei Anderen schlecht macht
  • jähzornig wird und ihr Eigentum beschädigt
  • ihr droht, sie und/oder die Kinder, Freundinnen und Freunde oder Verwandte zu verletzen
  • sie daran hindert, das Haus zu verlassen
  • ihren Kontakt zu Freundinnen oder Freunden unterbindet
  • beginnt, ihre Ausgaben und/oder ihr Telefon zu kontrollieren

Ein Großteil der Gewaltübergriffe in den Partnerschaften kommt nie ans Tageslicht: aus Scham, aus Angst, wegen der Kinder und auch, weil die Unterstützung von außen fehlt. Manche Frauen glauben auch, an der Gewalterfahrung selbst schuld zu sein oder zumindest eine Mitschuld zu tragen.
Wichtig: Einzig der Täter oder die Täterin trägt die alleinige Verantwortung!
Viele von Gewalt betroffene Frauen benötigen Unterstützung durch ihr Umfeld.

Für Helfende ist es wichtig: Verurteilen Sie die Gewalt und zeigen Sie dem Opfer ihre Solidarität, denn für Betroffene ist es sehr wichtig, wie die ins Vertrauen gezogene Person auf die Offenbarung der Gewalterfahrung reagiert. Eine verständnisvolle Reaktion der Vertrauensperson motiviert Betroffene, sich weitere Unterstützung zu suchen. Es sollten Möglichkeiten zum Sprechen geschaffen werden. Wichtig ist es, die Betroffenen in dem, was sie erlebt haben, was sie erzählen und fühlen, ernst zu nehmen. Zweifel sind fehl am Platz und können zusätzlich belasten. Bestärkung und Unterstützung bedeuten jedoch nicht, Betroffene zu Handlungen zu drängen, für die sie sich nicht selbst entschieden haben. Hilfeangebote sollten niemals ohne Absprache oder gegen den Willen der Opfer vorgenommen werden.

Für Betroffene ist das Wichtigste: Vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Wenn Sie sich in Ihrer Beziehung immer wieder unwohl, bedroht, angespannt oder ängstlich fühlen, stimmt etwas nicht. Wenn Sie sich akut bedroht fühlen, rufen Sie die Polizei. Diese ist verpflichtet, gegen Gewalt einzuschreiten und kann z. B. den Täter für bis zu 14 Tage aus der Wohnung verweisen. Sollten Sie verletzt worden sein, lassen Sie sich bei einer Ärztin oder einem Arzt Ihres Vertrauens medizinisch behandeln. Sprechen Sie mit dem Arzt oder der Ärztin über das, was passiert ist. Ärztinnen und Ärzte können Hilfe leisten und vermitteln. Dokumentieren Sie jeden Vorfall. Dazu reicht ein einfaches Tagebuch. So haben Sie schwarz auf weiß, was passiert ist und wie oft das vorkommt. Ein solches Tagebuch kann in einem späteren Verfahren ein wichtiges Beweismittel sein. Reden Sie über das, was Sie erleben. Suchen Sie sich Vertrauenspersonen in der Familie und im Freundes- bzw. Bekanntenkreis. Aber auch Fachkräfte in Schulen und Kitas, in Familienzentren oder Vereinen können Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sein. Lassen Sie sich beraten, auch wenn eine Trennung im Moment nicht infrage kommt. Eine Erstberatung bietet z.B. das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ an 365 Tagen, rund um die Uhr, kostenfrei, anonym und in 18 Sprachen. Auf Wunsch vermittelt das Hilfetelefon auch an eine geeignete Fachberatungsstelle oder ein Frauenhaus. Diese entwerfen mit Ihnen gemeinsam einen individuellen Weg, die häusliche Gewalt zu beenden. Die Beraterinnen gehen auf Ihre persönlichen Umstände ein. Wenn Sie sich in der eigenen Wohnung bedroht fühlen, bieten Frauenhäuser Ihnen und Ihren Kindern Schutz und Beratung.

Frauenschutzhaus Freiberg Tel. 03731-22561 (24 h täglich)

weitere Hilfe- und Beratungsmöglichkeiten:

  • Polizei: 110
  • Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116 016
  • Interventions- und Koordinierungsstelle zur Bekämpfung häuslicher Gewalt und Stalking: 0371-9185354
  • Opferhilfe Sachsen: 0371-4331698

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