Verkehrsinformationen

Kirchenbrücke in Flöha ab 04.11.2019, 08:00 Uhr vollgesperrt Augustusburger Straße Kirchenbrücke

Auf Grund des Neubaus der Kirchenbrücke wird die Augustusburger Straße in Flöha zwischen Turnerstraße und Talstraße vollgesperrt. Die Umleitung erfolgt über die B 173 Chemnitzer Straße und B 173 n (Ortsumfahrung Flöha).

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Hightech und ein Bisschen Nostalgie

Eigentlich ist der Zutritt zu den „heiligen“ Technikhallen der Antennengemeinschaft Flöha e.V. streng geregelt. Vorstandsvorsitzender Günter Schäfer (r.) und Mitarbeiter Torsten Hunger (Mitte) machten für Oberbürgermeister Volker Holuscha (l.) eine Ausnahme. Foto: rs.

Flöhas Oberbürgermeister zu Gast bei der Antennengemeinschaft  Flöha e.V.

Das Wort "Westfernsehen" hat zumindest im Duden und in der Wikipedia überlebt. Vorstellen können sich die jüngeren Semester heute darunter nicht so wirklich etwas. Und erst recht kann sich heute kaum noch jemand vorstellen, dass mehrere Hundert Flöhaer mit Hacke und Spaten über Wochen halb Flöha unentgeltlich aufbuddelten, um ein Kabel für besagtes "Westfernsehen" zu verlegen. Von so einer "Volksmasseninitiative" (leider versagt hier der Duden) träumen heute die Stadtväter, z.B. wenn es um den alljährlichen Frühjahrsputz geht.
Von den damals verlegten Kabeln, durch die die ersten Signale des ehemaligen Klassenfeindes in die Haushalte der DDR gelangten, profitieren heute noch viele Flöhaer, wenn sie den Fernseher einschalten oder das Internet nutzen.

Beim Besuch des Flöhaer Stadtoberhauptes bei der Antennengemeinschaft Flöha e.V. kam man an den "alten Zeiten" unmöglich vorbei. Der Verein ist quasi der Gralshüter der damals verlegten guten alten Kupferleitung, die uns heute die gesamte Welt auf die Mattscheibe bringt.
1983 lag in Flöha das erste Antennensignal unter der Regie der damaligen Antennengemeinschaft an. Bis dahin hatten die Mitglieder allerdings alle Hände voll zu tun. Wenn man nur bedenkt, dass seinerzeit ein Lastenhubschrauber der Interflug den Antennenmast auf dem Pomselberg aufstellen musste, erahnt man den organisatorischen Aufwand.

Heute werden von dem eingetragenen Verein ca. 2000 Haushalte mit dem Fernsehsignal und ca. 460 Haushalte mit einem Internetanschluss versorgt.
Dahinter steht ein hoher technischer Aufwand, von dem sich OB Holuscha und die Amtsleiter der Verwaltung in der Versorgungsstation beeindruckt überzeugen konnten. "Wir stecken die eingenommenen Gelder vorrangig in moderne Technik, um immer auf dem Stand der Zeit zu sein", so Vorstandsvorsitzender Günter Schäfer.

Die Versorgung mit schnellem Internet ist für viele Kunden besonders wichtig. Darum arbeitet die Antennengemeinschaft an zukünftigen Bandbreiten bis 100 Mbit. Damit sieht sich der Verein gut für die Zukunft gerüstet und wird für viele Flöhaer weiterhin ein verlässlicher Partner sein.
Ein Wermutstropfen bedrückt Günter Schäfer dennoch: "Viel Arbeit wird bei uns noch ehrenamtlich geleistet. Ein Umstand, der heutzutage immer schwieriger wird. Im heutigen Arbeitsalltag wird Freizeit immer kostbarer und da überlegt man sich schon genau, wie man sie verbringt."
OB Volker Holuscha würdigte die Arbeit des Vereins, der fast unauffällig, aber dafür hoch professionell arbeitet und für Flöha eine große Bedeutung hat. (rs.)

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