Verkehrsinformationen

Vollsperrung S 237 zwischen Falkenau und Hammerleubsdorf Ernst-Thälmann-Straße

Auf Grund von Baumpflegemaßnahmen muss die Ernst-Thälmann-Straße S 237 am 19.07.2021 vollgesperrt werden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Landratsamt Mittelsachsen Abt. Verkehr und Bauen.

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OB Holuscha zum Brand der Fußgängerbrücke

Verheerende Zerstörung der „Fußgängerbrücke zum Baumwollpark“

Liebe Einwohner,

der Brand der Fußgängerbrücke zum Baumwollpark hat Flöha bundesweit in die Schlagzeilen gebracht. Während große Teile der Medien sehr sachlich und objektiv berichteten, haben es die sozialen Netzwerke wieder geschafft Wahrheiten und Halbwahrheiten zu vermischen. Falschmeldungen oder Falschdarstellungen verbreiteten sich in Sekundenschnelle weltweit und lösten Verunsicherungen unter großen Teilen unserer Bevölkerung aus. Leider nicht neu sind meine Beobachtungen, dass Polizei und Feuerwehr sowie Hilfs- und Rettungskräfte vereinzelt behindert und mit „überschlauen“ Kommentaren konfrontiert wurden. Absperrungen zur lebensgefährlichen Unglückstelle wurden ignoriert, bestiegen oder gar beiseite geräumt. Eine Entwicklung, die mir große Sorge bereitet und jeden von uns bitte nochmal zum Nachdenken über sein Verhalten anregen soll. Ist die Neugier und die Sensationslust es wert, das Sicherheitsgefühl unter uns permanent zu verschlechtern und den Respekt vor den Einsatzkräften zu missachten?! Gerade deshalb hier meinen großen Dank an alle verantwortlichen Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Polizei und DRK vor Ort, den Verantwortlichen der Stadtverwaltung, den benachbarten Gemeindeverwaltungen und den Verantwortungsträgern betroffener Versorger für ihr schnelles und koordiniertes Handeln. Zur Klärung der Brandursache arbeitet die Stadtverwaltung eng mit der Ermittlungsbehörde zusammen. Wobei ich es nicht als meine Aufgabe sehe, den jeweiligen Ermittlungsstand zu bewerten oder zu kommentieren, sondern das endgültige Ergebnis abzuwarten.
Die Versorger von Strom, Telefon, Internet und Kabelfernsehen haben sich am Abend des Unglücks und am darauf folgenden Tag mit der Stadt vor Ort über das weitere Vorgehen verständigt. Binnen zwei Tagen wurde, dank einer ortsansässigen Gerüstbau-Firma, mit Hochdruck eine Kabelbrücke errichtet.

Bereits am dritten Tag begann die Deutsche Telekom AG mit der Leitungsverlegung, um den größtenteils abgeschnittenen Stadtgebieten und umliegend betroffenen Orten schnellstmöglich wieder eine sichere und funktionierende Verbindung zu Telefon, Internet und Fernsehen zu ermöglichen. Auch wenn es der betroffene Bürger oder die Firmen, welche unter den Störungen über einen für heutige Verhältnisse sehr langen Zeitraum zu leiden hatten, vielleicht anders sehen werden, muss man feststellen, dass die sehr flexible Handlungs- und Arbeitsweise der Versorgungsträger vorbildlich war.
Die errichtete Kabelbrücke wird nur ein vorübergehendes Provisorium sein. An einer dauerhaften Lösung wird von den Verantwortlichen bereits intensiv gearbeitet.

Über das gesamte Wochenende nach der Zerstörung haben Mitarbeiterinnen des Rathauses an der digitalen Arbeitsfähigkeit der Stadtverwaltung gearbeitet. So dass zu Wochenbeginn, mit wenigen Einschränkungen, der gesamte Service des Rathauses der Bevölkerung zur Verfügung stand und die Verwaltung auch online wieder erreichbar war. Vier Tage nach der Störung war dann auch die Stadtverwaltung wieder telefonisch in vollem Umfang erreichbar. Hier wurde eine provisorische Notlösung errichtet, um den Bürgern neben der mobilen Bereitschaftsrufnummer einen kostenfreien und direkten Zugang zu den Fachabteilungen zu ermöglichen, bis die Störung im öffentlichen Netz der Deutschen Telekom vollständig behoben war. Auch hat die Stadt auf ihrer Internetpräsenz einen Live-Ticker eingerichtet, der über die aktuellen Entwicklungen städtischer Maßnahmen schnell informiert.

Parallel dazu musste sich sofort der eingerichtete Arbeitsstab der Stadtverwaltung weiterführenden Fragen des Brückenbauwerkes, der Bauwerks- und Verkehrssicherung sowie der fußläufigen Einschränkungen zum Wohngebiet „Am Sattelgut“ sowie Finanzierungsproblemen stellen.
Ein schnellstmöglicher Abriss der Stahlkonstruktion, die Klärung von Fragen der Schulwege und der Taktung des Stadtbusses wurden erörtert. Eine Reihe von Fragen konnten rasch gelöst werden, an einigen wird weiter gearbeitet. Ehrlicherweise muss ich jedoch auch sagen, dass der Neubau einer Fußgängerbrücke, durch die finanzielle Tragweite und den gesetzlichen Planungsvorgaben nur über die Gremien des Stadtrates entschieden werden kann.

Die nächste Zeit wird für viele Einwohner aber auch für die Verantwortlichen der Stadt eine große Herausforderung. Ich bin jedoch überzeugt, wenn wir alle gemeinsam uns dieser Aufgabe mit Verantwortungsbewusstsein, Geduld und ein wenig Verständnis stellen, hart an der Lösung der jeweiligen Probleme arbeiten, wird auch dieser tragische Teil unserer Stadtgeschichte zu meistern sein.

Ihr
Volker Holuscha
Oberbürgermeister

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