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„Sozial Campus Flöha“: Preisgekrönte Idee für die Altbauten

Erfolgreicher Studentenwettbewerb für neue Ideen zur Alten Baumwolle

Neben dem Gewinner-Entwurf sind im Rahmen des Wettbewerbs und auch darüber hinaus noch viele weitere interessante Arbeiten entstanden, die weitere mögliche Perspektiven für die Altbauten aufzeigen. Foto: my:uniquate GmbH/Screenshot

Wie können die drei Altbauten an der Südseite der „Alten Baumwolle“, die derzeit leer stehen, künftig genutzt werden? Mit dieser Frage haben sich in den vergangenen Monaten zahlreiche Architekturstudenten beschäftigt und ihre Konzepte beim Wettbewerb „DenkMal Nutzung!“ im Rahmen der Messeakademie 2016 der Leipziger Messe eingereicht.

Nun steht die Gewinnerin fest: Mit ihrem Entwurf „Sozial Campus Flöha“ hat die Architekturstudentin Anna Luise Schuchardt von der Bauhaus-Universität Weimar die Jury aus Denkmalschutzexperten voll überzeugt und Anfang November auf der Messe „Denkmal“ in Leipzig einen Preis gewonnen. Die angehende Architektin ging von der Überlegung aus, wie sich zugleich junge Menschen in die „Alte Baumwolle“ holen lassen, aber auch die Bedürfnisse einer immer älteren Bevölkerung der Stadt Flöha einbezogen werden können und auch ein Bezug zur bereits bestehenden neuen Kita geschaffen werden kann. Ihre Idee: Wie wäre es, die drei Altbauten so umzubauen, dass hier künftig eine Sozialakademie mit angeschlossenem betreuten Wohnen und Wohn- und Übernachtungsmöglichkeiten für Auszubildende und Fortbildungsgäste entstehen kann? Das Konzept, das sie daraufhin entwickelte, zeigt auf, wie dies umgesetzt werden kann. „Die Sozialakademie selbst ist im westlichen Gebäude, dem Altbau 1887, untergebracht“, erklärt Anna Luise Schuchardt ihren Entwurf. „Hier könnten künftig junge Menschen in den Bereichen Altenpflege, Erziehung und Sozialassistenz ausgebildet werden. Im Altbau von 1809, der sich in der Mitte befindet, sieht mein Entwurf ein Boarding House vor, in dem Azubis und Fortbildungsgäste ein Zuhause auf Zeit finden können. Im dritten Altbau aus dem Jahr 1826 wurde ich altersgerechte Wohnungen mit entsprechenden Betreuungsmöglichkeiten schaffen.“ Architektonisch greift der Entwurf nur behutsam in die denkmalgeschützen Bausubstanz ein: Zum Baumwollpark hin sind neu angebaute Balkone für die Wohnungen vorgesehen, ein altes Treppenhaus am Altbau von 1887 soll zurückgebaut und der Bereich als künftiger Eingang der Akademie neu gestaltet werden, auch an einigen Fenstern sind Veränderungen vorgesehen. „Ich habe mich bemüht, möglichst wenig in die historische Bausubstanz einzugreifen“, so die Preisträgerin.

Sowohl von der Nutzungsidee als auch vom Umgang mit dem Denkmalschutz waren die Jury-Mitglieder bei diesem Entwurf besonders angetan: „Die maßgeblichen Strukturen der drei Gebäude werden bewahrt, insbesondere werden die charakteristischen, sehr unterschiedlichen Stützenkonstruktionen im Inneren weitgehend erhalten und zum Teil als sichtbare Elemente in die neuen Räume integriert“, lobte die Jury. „Der Entwurf nimmt auf die bereits bestehenden Umnutzungen auf dem Gelände Rücksicht, ergänzt diese um mehrere Funktionen und rundet damit die von der Stadt angestrebte Gestaltung eines Ortszentrums ab. Die Idee eines Ausbildungszentrums für soziale Tätigkeiten kann hier in praktischer Weise mit entsprechenden Wohnformen für ältere Menschen verknüpft werden.“

Auch Ina Malgut, Projektbetreuerin der Messeakademie, zeigte sich beeindruckt:
„Der Gewinner-Entwurf war wirklich der beste. Er geht ganz behutsam mit der Substanz um und zeigt trotzdem eine Perspektive, die für die Stadt durchaus sinnvoll ist.“ Zu den Juroren gehörte auch Dr. Hartmut Ritschel, Abteilungsleiter im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. „Ich wünsche mir“, so der Denkmalpfleger, „dass die Stadt Flöha und ihre Verantwortlichen – nicht nur die Verwaltung, sondern auch der Stadtrat – sich von den Ideen, die in der Messeakademie entwickelt wurden, anregen lassen, in verschiedene Richtungen weiterzudenken. Nach dem, was bisher in Flöha auf den Weg gebracht wurde, bin ich zuversichtlich, dass sich auch für die südliche Zeile eine kluge, vernünftige und das Ganze abrundende Lösung finden wird.“ (Text/Fotos: my:uniquate GmbH)

Die Preisverleihung

Die Preisverleihung
Die Preisträgerin Anna Luise Schuchardt (l.).

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