Verkehrsinformationen

Vollsperrung der Friedhofstraße wegen Straßenbau Friedhofstraße

Es erfolgt der grundhafte Ausbau der Friedhofstraße. Dafür macht sich eine Vollsperrung erforderlich. Es ist weiterhin eine Umleitung zwischen Eubaer Straße und Marktsteig errichtet worden.

Kalender
Weiterlesen Alle Verkehrsinfos

Veranstaltungen +

Mi Do Fr Sa So Mo

Für diesen Tag sind noch keine Veranstaltungen eingetragen.

Kamishibai-Geschichtentheater "Die goldene Gans"

Bibliotheksveranstaltung

Weiterlesen

Sitzungstermine des Ortschaftsrat Falkenau

Weiterlesen

Für diesen Tag sind noch keine Veranstaltungen eingetragen.

Oberschule Flöha-Plaue - Wir laden ein

Tag der offenen Tür

Weiterlesen

Für diesen Tag sind noch keine Veranstaltungen eingetragen.

Für diesen Tag sind noch keine Veranstaltungen eingetragen.

Alle Termine

Weihnachts- und Neujahrsansprache des Oberbürgermeisters

OB Volker Holuscha wünscht eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für 2019

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Eindrücke der Zerstörung der Brücke zum Park und in dessen Folge der längere Ausfall wichtiger Telekommunikationsverbindungen im gesamten Stadtgebiet sind noch frisch. Die Stadtverwaltung  arbeitet gemeinsam mit allen betroffenen Versorgern weiterhin an Lösungen  einer stabilen und sicheren Versorgung aller Medien. Die finanzielle Tragweite und gesetzlichen Planungsvorgaben erfordern hier grundlegende Entscheidungen des Stadtrates im kommenden Jahr. Unabhängig von diesem tragischen Ereignis darf man 2018 durchaus als ein erfolgreiches Jahr unserer Kommunalpolitik bezeichnen.
Das Stadtentwicklungskonzept bis 2030, als Hauptinstrument der Politik des Stadtrates und der Verwaltung, wurde im Entwurf beschlossen. Dieses gibt unserer Stadt mit seinem Ortsteil Falkenau eine nachhaltige und zukunftsfähige Gestaltungsrichtung bis 2030 vor.
Fragen der Wirtschaftsförderungen rücken noch stärker in den Focus der Stadtpolitik. Die Herausforderungen und Probleme bei der Stärkung des Mittelstandes, insbesondere des Handwerkes sowie der zunehmende Mangel an Berufsnachwuchs verlangt auch ein größeres Engagement der Kommunen. Wir werden 2019 mittelständige Unternehmen noch stärker bei der Suche von Arbeitskräften und Auszubildenden unterstützen. Hier können wir auf die Unterstützung unserer Schulen bauen. Eine Ausbildungsmesse der Stadt wird, neben anderen Maßnahmen, vielen Interessierten die Gelegenheit geben sich mit Berufsbildern und örtlichen Firmen bekannt zu machen.
Der Umbau des „Neubaus“ und des „Ballenlagers“ in der Alten Baumwolle, inklusive Außengelände, geht mit großen Schritten voran. Die Reihenbebauung der drei Gebäude am Park zur Baumwolle wurde an ein Unternehmen veräußert, welches diese Gebäude mittelfristig für Wohn- und kleinteilige Geschäftszwecke umbauen möchte.

Am künftigen Sitz der Stadtverwaltung wurde die Außenfassade unter Beachtung des Denkmalschutzes saniert und das Raumkonzept entworfen. Stück für Stück zeichnet sich für alle sichtbar das künftige erste Stadtzentrum unserer Stadt ab. Planungen für die dringend notwendige Sanierung der Kirchen und auch der Stegbrücke sind weitestgehend abgeschlossen und können umgesetzt werden. Der Neubau des Geh- und Radweges an der Augustusburger Straße konnte in Verbindung mit der Deckensanierung der Straße durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) nach zwei Jahren endlich umgesetzt werden. Der Ausbau der Friedhofstraße wird fertiggestellt. Auch wenn Straßensanierungen und Ausbesserungen in Flöha und Falkenau 2019 fortgesetzt werden, können sicher nicht alle wünschenswerten Maßnahmen zeitnah realisiert werden.

Die Sanierung der Trauerhalle in Falkenau bietet nun eine modernisierte und angemessene Nutzung. Auch wird der Falkenauer Friedhof mittelfristig umgestaltet und verschönert. Das Internet, mit einer Bandbreite bis zu 100 Mbit, wurde durch ein Telekommunikationsunternehmen ausgebaut und ermöglicht somit ein wesentlich schnelleres Surfen auf der „digitalen Autobahn“, in großen Teilen unseres Stadtgebietes.
Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich der Schwarzen Brücke verbessern den Schutz vor diesen Naturkatastrophen. Auch wenn finanziell von der Stadt leider nicht alles leistbar war.
Traditionelle Feste wie der Adventszauber an der Georgenkirche, das „Flusspiraten-Treffen“ des Fördervereins für Nachwuchssport, das 16. Straßenfest des Gewerbe- und Festvereins, das Feuerwehrfest in Flöha oder die jährliche Vorstellung des Theatervereins Falkenau bereicherten unser Kulturleben. Die 130-Jahrfeier des TSV Falkenau war neben dem Maibaumsetzen, dem Heimatfest und dem Pyramidenfest einer der vielen Höhepunkte mit Volksfestcharakter in unserem Ortsteil. Deshalb möchte ich mich bei allen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern herzlich für ihren vielfältigen Einsatz in unserer Stadt mit dem Ortsteil Falkenau bedanken. Sie sind eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Ohne sie wäre unsere Stadt nicht so lebendig und reichhaltig.
Besonders freue ich mich über das Engagement der sich gegründeten „Jugendstimme Flöha“. Diese Gruppe von Schülerinnen und Schüler unserer Stadt bringt sich sehr rege in die Stadtpolitik ein. Die heranwachsende Generation, mit ihrem ganz eigenen Blickwinkel auf unsere Stadt, findet so noch stärkere Beachtung. Im Rahmen ihrer Aktion „Flöha ist bunt“ errichteten sie zum Beispiel am Jugendzentrum UFO eine Graffiti-Wand, um den Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, sich daran auszuprobieren. Auch das Problem des Jugendkellers in Falkenau wurde von ihnen thematisiert, welches nur gemeinsam gelöst werden kann.

Trotz aller geschilderten Fortschritte und positiven Entwicklungen in unserer Stadt macht sich bei vielen Bürgerinnen und Bürgern die große Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt breit. Die Umbrüche nach der politischen Wende und damit einhergehenden gravierenden Veränderungen und Schicksale, bis in den persönlichen Bereich, haben tiefere Spuren hinterlassen als geglaubt. Eine Identitätskrise tritt offen hier im Osten unseres Landes nun zu Tage. Die Menschen fühlen sich gegenüber den Altbundesländern nach so vielen Jahren immer noch nicht gleichwertig integriert. Das Gefühl des Nicht-Mithalten-Könnens angesichts der rasanten Globalisierung, die Vielfalt an Informationen oder Desinformationen durch die sozialen Netzwerke des Internets, die steigende Angst vor jedwedem Fremden, eine zunehmende Ellenbogenmentalität, eine begonnene Spirale von Hass und Gewalt untereinander hinterlassen eine dunkle Vorahnung auf scheinbar einfache Lösungen oder Alternativen. Lösungen, die unsere Gesellschaft nicht bietet, weil diese unsere friedlich errungenen Freiheits- und Grundrechte untergraben und den gesellschaftlichen Frieden bereits jetzt gefährden. Als direkter Ansprechpartner vor Ort bin ich in der Rolle des Moderators, der jedem besorgten Bürger, egal welcher politischen Strömung, den offenen Dialog anbietet.

Über eines müssen wir uns bei allen unterschiedlichen Standpunkten oder Meinungen jedoch im Klaren sein: Bricht dieses so stolze Land weiter auseinander, hat das nicht nur innenpolitisch und wirtschaftlich verheerende Auswirkung für uns alle. Die Führungsrolle Deutschlands für Europa, bei aller berechtigten Kritik an einigen europäischen Gremien, war stets ein Garant der globalen und europäischen Stabilität. Somit ein entscheidender Grundpfeiler der europäischen Friedensordnung, welche stets neu errungen werden muss. Dauerhafter Frieden ist nie selbstverständlich!
So wird das kommende Jahr für uns alle ein Entscheidendes. Aus kommunalpolitischer Sicht geht es vor allem um die weitere gemeinsame erfolgreiche Gestaltung unserer Stadt und den gegenseitig offenen sowie ehrlichen Umgang zwischen der Stadtverwaltung und all seinen Einwohnern auf Augenhöhe. Aus gesamtpolitischer Sicht haben Sie es 2019 zu den Kommunal- und Europawahlen sowie zur Landtagswahl mit Ihrer Entscheidung in der Hand, unsere weitere Zukunft verantwortungsvoll mitzugestalten.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

für das bevorstehende Jahr wünsche ich Ihnen persönlich Gesundheit und Wohlergehen. Uns allen wünsche ich Besonnenheit und Vernunft, um die Herausforderungen des bevorstehenden Jahres zu meistern und wieder stärker zusammen zu rücken. Vielleicht nutzt der eine oder andere Leser meiner Zeilen den Silvesterabend, um Schillers „Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie aus der Betrachtung der derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklung zu reflektieren.

Eine besinnliche und friedvolle Advents- und Weihnachtszeit soll dazu beitragen, mit neuer Kraft und Weitsicht ins neue Jahr zu schreiten.

Ihr
Volker Holuscha

Artikel teilen

Fehler melden