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Ampel Dresdner Straße Dresdner Straße 5

Im Bereich der Dresdner Straße 5 werden vom 17.07.2017 bis 28.07.2017 Trink- und Abwasseranschlüsse verlegt. Hierfür ist eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung erforderlich.

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Baubeginn zum Umbau der ehem. Kita „Friedrich-Fröbel“

Interview des Stadtkuriers Flöha mit der Geschäftsführerin der Volkssolidarität Flöha, Frau Angela Gronwaldt

Angela Gronwaldt, Geschäftsführerin der Volkssolidarität in Flöha zur Bauberatung mit dem Objektbetreuer Herrn Haustein (l.) und dem Bauplaner Herrn Barth (r.) vor der ehemaligen Kindertagesstätte „Friedrich Fröbel“. Foto: Volkssolidarität

Am 08.05.2017 war offizieller Baustart im Objekt der Theodor-Neubauer-Str. 1. Das Objekt ist bereits seit November 2015 in Erbbaupacht der Volkssolidarität. Frau Gronwaldt, warum hat das so lange gedauert?

A. Gronwaldt: Es mussten sehr viele Formalitäten erledigt werden. Ich nenne nur ein Beispiel: Zur Eintragung des Erbbaurechtes in das Erbbaugrundbuch bedurfte es noch einer Katastervermessung. Diese wurde am 30.05.2016 zur Übernahme in das Liegenschaftskataster eingereicht. Zur gleichen Zeit lag eine weitere Vermessung für die Ortsumgehung der B 173 im Landratsamt Mittelsachsen, Referat Vermessung vor, wodurch Objekte in der Datenbank für unsere Katastervermessung gesperrt waren. Erst nach deren Freigabe konnte die Bearbeitung unseres Antrages erfolgen. Das erfolgte am 15. Dezember 2016.


Wird Ihr Vorhaben gefördert?

A. Gronwaldt: Das Landratsamt Mittelsachen bewilligte uns aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales (SMS) Gelder für den Umbau der Gebäudeteilfläche der ehemaligen Kinderkrippe.


Was genau wird mit der Baumaßnahme entstehen?

A. Gronwaldt: Wir schaffen eine neue Jugendhilfeeinrichtung in Flöha, deren Umbau unserer Kita zu einer Wohnstätte im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Unterbringung und Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern zu 100 % gefördert wird.


Wieviel Plätze wird die Einrichtung haben?

A. Gronwaldt: Insgesamt werden ein Sockelgeschoss und 2 Etagen im Gebäudeteil der ehemaligen Krippe umgebaut. Aus den großen Gruppenräumen entstehen in jeder Etage zwei Wohnbereiche mit je 6 Plätzen.  Insgesamt halten wir dann also 24 Plätze  für unbegleitete minderjährige Ausländer vor, die nach § 34 SGB VIII durch uns betreut werden.


Wie kommen diese Minderjährigen zu Ihnen?

A. Gronwaldt: Da es sich abzeichnete, dass der geplante Umbau in Flöha nicht in kürzester Zeit realisiert werden kann, haben wir bereits seit Februar 2016 mit einer Übergangsmaßnahme begonnen. Wir betreuen im Internat der Landwirtschaftsschule Zug 12 jugendliche Afghanen durch 7 Erzieher und Sozialpädagogen. Diese Jugendlichen wurden und werden uns durch das Jugendamt Mittelsachen zugewiesen.


Wie alt sind diese Jugendlichen?

A. Gronwaldt: Z. Zt. sind sie 15 – 17 Jahre alt. Wenn sie 18 Jahre alt werden, verlassen sie unsere Einrichtung. Jedoch haben wir seit März eine Maßnahme für zwei Jugendliche begonnen, die schon 18 Jahre alt sind. Diese Jugendlichen begleiten wir noch bis Sommer in die Verselbständigung. Beide Jugendliche haben eine Ausbildung als Koch in einem Restaurant in Zug begonnen und besuchen regelmäßig die Berufsschule.


Wie ist der zukünftige Bedarf für so eine Einrichtung ausgelegt?

A. Gronwaldt: Der Bedarf für die 24 Plätze nach § 34 SGB VIII wurde in einer jugendhilfeplanerischen Stellungnahme durch das Landratsamt Mittelsachsen, Abteilung Jugend und Familie bestätigt. Auch eine Stellungnahme des Landesjugendamtes als Betriebserlaubsnisbehörde liegt vor. Diese besagt, dass die Einrichtung entsprechend der Genehmigungsplanung von der Behörde die Zustimmung erhält.


Wann soll die Baumaßnahme fertiggestellt sein?

A. Gronwaldt: Wir rechnen damit, dass wir spätestens zum 1.10.2017 eröffnen können.


Werden Sie dann Ihre Maßnahme im Freiberger Ortsteil Zug schließen?

Frau Gronwaldt: Ja! Es ist geplant, dass diese Jugendlichen und natürlich die Betreuer nach Flöha umziehen. Für uns war es mehr als positiv, bereits übergangsmäßig arbeiten zu Können. So haben wir mit unseren Mitarbeitern schon gute Erfahrungen in der Betreibung einer Einrichtung im Bereich der Hilfen zur Erziehung nach § 34 SGB VIII sammeln können.
Mit der Abteilung Jugend und Familie sind wir in Kontakt, die dann noch freien Plätze zu besetzen. In welcher Form dies erfolgt liegt ausschließlich in der Verantwortung des Jugendamtes.



Werden in der Einrichtung besondere Sicherheitsmaßnahmen eingebaut?

A. Gronwaldt: Wir sind in Zug auf einer Etage des Internates der Landwirtschaftsschule untergebracht. Das Internat befindet sich in einem Eigenheimgebiet. Im Internat gibt es keine gesonderte Sicherheitseinrichtung. Auch haben wir den Bedarf danach in der Vergangenheit nicht erkennen können. Nach unserem Auszug wird die Nutzung diese Etage wieder dem Internat zugeführt.
Dennoch gibt es in unserer neuen Einrichtung eine Schließanlage, die eine Überwachung des Kommens und Gehens zulässt.


Wie wird die Einrichtung in der Nacht geführt?

A. Gronwaldt: Die Arbeit nach § 34 SGB VIII regelt das. Da diese Hilfe zur Erziehung über Tag und Nacht angelegt ist und dabei die Kinder und Jugendlichen in ihrem Alltagsleben mit den Angeboten für ihre Entwicklung fördern soll.


Wie sieht der Tagesablauf in der Einrichtung aus?

A. Gronwaldt: Die Jugendlichen sind verpflichtet, in die Schule zu gehen. Wenn sie nach Hause kommen, wird Mittag gegessen, welches sie sich selbst zubereiten. Nach dem Essen werden von den jeweiligen diensthabenden Betreuern Aufgaben und Dienste des Tages verteilt. Sie kochen auch abends. Ein Highlight der Woche ist, wenn einer unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter, der gelernter Koch ist, in die Einrichtung kommt und sie gemeinsam kochen. Sie bekommen Ordnung, Sauberkeit und Vielfalt beim Kochen gelernt. Die Jugendlichen werden beim Einkauf von Lebensmitteln begleitet. Dabei geben die Betreuer Tipps, wie man mit dem vorhandenen Geld auskommt.
Die Betreuer sind bemüht, die Jugendlichen in der Freizeit in Vereine zu integrieren und animieren sie zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung. Dabei haben sich bisher vier Freizeitgruppen gebildet: Parcours, Judo, Fußball und Kricket. In den jeweiligen Sportvereinen fühlen sich die Jugendlichen sehr wohl und lernen sich zu organisieren und zu kommunizieren. Nach dem Sport tauschen sich die Jugendlichen darüber aus, was sie in ihrem Verein alles machen. Das fördert den Zusammenhalt in der Gruppe. Im letzten Jahr fand in Oederan ein gemeinsames Fußballspiel mit dem Oederaner JFC statt. Die Ausstattung unserer Jugendlichen übernahm der Rotary Club Freiberg von den Schuhen bis zum Shirt. Es gab auch schon weitere gemeinsame Termine, die der Rotary Club organisiert hat.



Können Sie uns noch etwas zu den Baumaßnahmen sagen?

A. Gronwaldt: Vielleicht etwas, was mich sehr gefreut hat, nämlich dass viele regionale Firmen die Aufträge für unsere ausgeschriebenen Fachlose erhalten konnten. Wie z. B. die Firmen Düsterwald und Krause aus Flöha, Malerfachbetrieb Neumann aus Falkenau, Metallbau Kirchner und Schmidt Bau aus Augustusburg, um nur einige zu nennen.
Geleitet wird die Baumaßnahme vom Bauplanungsbüro Udo Barth aus Flöha, welches uns seit Oktober 2015 auf diesem Weg begleitet.



In dem Objekt  befinden sich auch Ihre Vereinsküche und der ehemalige Teil der Kita. Haben Sie schon  Vorhaben in diesen Teilen des Objektes und wenn ja, welche?

A. Gronwaldt: Die Vereinsküche ist für unseren Verein ein wichtiges Standbein. Unsere und auch Fremdkindereinrichtungen beliefern wir mit einem schmackhaften, frisch gekochten Essen zu einem guten Preis. Außerdem erfährt auch unser Essen auf Rädern einen ständigen Zuwachs. Wir beliefern in Flöha und Umgebung, einschließlich unserer Einrichtungen in Freiberg.  Als die Kita Fröbel in die Alte Baumwolle gezogen ist, war die zurückgebliebene Vereinsküche schon ein Wackelkandidat. Auch für die 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort. Natürlich sind jetzt alle froh darüber, dass sich die Besitzverhältnisse geklärt haben und der Abriss, der wir ein Damoklesschwert über allem hing, Geschichte ist.
In dem Gebäudeteil der ehemaligen Kita haben wir Räume an den Kulturverein vermietet. Weitere Räume sollen vereinsintern genutzt werden können. Allerdings gehen unsere Überlegungen auch weiter, denn Baustil und die schöne Parkanlage eignen sich auch gut, um altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen. Das wird aber zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Ich denke, da sind wir auf einem guten Weg.



Dann wünschen wir Ihnen gutes Gelingen bei der Umsetzung und dann zufriedene glückliche Bewohner in Ihrer neuen Einrichtung.
Vielen Dank für das Gespräch.

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