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OB Holuscha nahm an Gedenkveranstaltung im KZ Flossenbürg teil

Ansprache des Bayrischen Kultusministers Prof. Dr. Michael Piazolo während der Gedenkveranstaltung im ehemaligen Konzentrationslager Flossenbürg.

Zum 74. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg gedachte der bayrische Kultusminister Michael Piazolo zusammen mit Überlebenden des KZ und der Stiftung Bayerische Gedenkstätten der Opfer des Nationalsozialismus. Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg bewahrt die Erinnerung an die rund 84.000 Männer und 16.000 Frauen aus über 30 Ländern, die zwischen 1938 und 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg und seinen Außenlagern inhaftiert waren. Oberbürgermeister Volker Holuscha nahm auf Einladung der Stiftung Bayrischer Gedenkstätten an dieser Veranstaltung teil. Der Bayrische Kultusminister erklärte in seiner Ansprache: „Es ist unsere Pflicht, der Opfer, die hier in Flossenbürg oder an unzähligen anderen Orten unter den Verbrechen der Nationalsozialisten gelitten haben, zu gedenken, und an das unendliche Leid von Millionen von Menschen zu erinnern.“ Er appellierte an alle, gemeinsam dafür einzustehen, dass derartige Verbrechen nie wieder geschehen. „Die Achtung von Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit muss selbstverständlich sein“. Die Erinnerungskultur in Form dieser Gedenkveranstaltung von Überlebenden, der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und den Partnern in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit wird im Freistaat Bayern seit 24 Jahren nachhaltig und verantwortungsvoll gestaltet. Weitere Ehrengäste der Gedenkfeier waren der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell sowie der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Begleitet werden die jährlichen Gedenkfeierlichkeiten von einer internationalen Jugendbegegnung. Bereits seit mehreren Tagen waren 50 Jugendliche aus zehn Ländern in der Gedenkstätte und beschäftigten sich mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Holocaust. Diese Mädchen und Jungen eröffneten auch die Gedenkstunde mit ihrem gemeinsamen Bekenntnis für Frieden und Völkerverständigung. In einer bewegenden Ansprache berichtete der 90 Jahre alte Prof. Dr. Leszek Zukowski über seine Inhaftierung als 15-Jähriger durch die Faschisten in Warschau. Seine erschütternden Darstellungen über die Verschleppung ins KZ Dachau und letztlich nach Flossenbürg schloss er mit den Worten: „ Es wird heute meine letzte Reise nach Flossenbürg gewesen sein. Wenn die letzten Zeitzeugen und Leidtragenden dieser schrecklichen Barbarei verstorben sind, dürfen diese Verbrechen nicht in Vergessenheit geraten!“

Während der anschließenden Kranzniederlegung enthüllte der amerikanische Botschafter, unter den Augen der mehreren hundert Teilnehmer, eine Gedenktafel für den am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg ermordeten Pfarrers Dietrich Bonhoeffer. Grenell hatte während seiner Krebserkrankung Bonhoeffers Schriften gelesen und in ihnen Halt gefunden. Er zitierte aus einem Brief des jungen Pfarrers an seine Familie, den er in dem Bewusstsein das KZ nicht lebend zu verlassen schrieb. „Nicht das beliebige, sondern das Rechte tun und wagen.“

Volker Holuscha unterstrich nach seinem Besuch in Flossenbürg „Angesichts der 30.000 Toten, welche in Flossenbürg ihr Leben lassen mussten, den tausenden gequälten und teilweise zu Tode ausgebeuteten Zwangsarbeitern des KZ Flossenbürg sowie dessen Außenstellen, auch in einem Textilbetrieb in Flöha, sehe ich es als meine Verpflichtung den Opfern zu gedenken und die Überlebenden zu ehren.“ Anbetracht der  heutigen rechtsradikalen Entwicklungen in unserem Land und der Welt, mahnte er „Die heutigen Generationen sind nicht dafür verantwortlich zu machen was unsere Vorfahren begangen oder nicht verhindert haben. Aber wir tragen die alleinige Verantwortung dafür, was heute geschieht. Und wir haben dafür Sorge zu tragen, dass es nie wieder eine dunkle Zeit der Kriege, der Verfolgung und Vernichtung Andersdenkender, Andersglaubender, Andersfühlender und Andersabgestammter geben wird!“ (Red.)

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