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Verkehrsinformationen

Vollsperrung Dr.-L.-Kreyßig-Straße ab 18.05.2022 - Einbahnstraßenregelung für Hausdorfer Straße Dr.-L.-Kreyßig-Straße / Hausdorf Straße

Aufgrund von Asphalteinbauarbeiten muss die Dr.-L-Kreyßig-Straße voll gesperrt werden. In diesem Zusammenhang wird die Hausdorfer Straße zwischen Chemnitzer Straße und Hausdorfer Str. 8 als Einbahnstraße ausgeschildert. Die Zufahrt zur Hausdorfer Straße erfolgt über die Chemnitzer Straße. In Richtung Chemnitzer Straße / Dresdner Straße ist eine provisorische Umleitung eingerichtet, welche im Bereich Hausdorfer Straße 50 beginnt.

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Sozial engagiert für Betroffene in schwierigen Lebenslagen

Vereinsvorsitzende Ilka Michel. Foto: Stadtverwaltung Flöha / Erik Frank Hoffmann

Sie sind da, wo Hilfe benötigt wird. Der Flöhaer Verein „New Chapter e.V.“ ist in den Bereichen der Präventionsarbeit und sozialer Hilfe aktiv. Vereinsvorsitzende Ilka Michel erklärte, dass die Hauptaufgabe des Vereins in der Suchtarbeit mit betroffenen Kindern und Jugendlichen liegt. „Mein Hauptaugenmerk liegt auf der Prävention und der Arbeit auf der Straße an Kindern und Jugendlichen, welche mit Suchtmitteln in Kontakt gekommen sind. Wir schauen nach den Ursachen der Probleme bei den jungen Menschen, um ihnen mit Wertschätzung und Annahme den Weg zurück in ein geordnetes soziales Umfeld zu ermöglichen“, so Michel.

Aber auch soziale Themen lassen die Herzen der engagierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie der Mitarbeiterinnen höherschlagen. Der Verein betreibt in Flöha eine Kleiderkiste, welche bedürftigen Personen offensteht. „In unserer Kleiderkiste arbeiten drei Ehrenamtliche, die die Sachspenden sichten. Als fester Bestandteil in der sozialen Arbeit der Stadt Flöha kann hier jeder gegen eine Spende von den Angeboten profitieren. Wir sehen, dass der Bedarf auch unter der einheimischen Bevölkerung größer wird. Gerade durch steigende Preise und Schicksalsschläge kommen Personen und nutzen gern die zur Verfügung gestellten Angebote“, so die Vereinsvorsitzende. Durch die Kleiderkiste ist auch die Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine angelaufen. Dabei setzt der Verein mit seinen 22 Mitgliedern nicht darauf, Spenden sofort an die Flüchtlinge zu verteilen, sondern diese können selbst ihren Bedarf aus den Sachspenden auswählen. „Ich fand es sinnvoll, den geflüchteten Personen einen Zugang zur Kleiderkiste zu bieten und sie selbst Mittel aussuchen zu lassen“, wie Michel erklärte. Die erste Bekanntschaft mit Kriegsflüchtlingen schloss sie, als sie eine Familie vom Chemnitzer Hauptbahnhof abholte. Auch eine Aufstellung von potenziellen Materialspenden fasste der Verein nach Michels Angaben zusammen, auf welche bei Bedarf zurückgegriffen und jederzeit abgeholt werden kann. „Mit einem Spendenkonto wurden Einkaufsgutscheine und beispielsweise neue Matratzen organisiert, was hygienisch von Vorteil ist“, wie die Vereinsvorsitzende erläuterte. Vor allem sind es emotionale Eindrücke, welche die Chefin des 2019 gegründeten Vereins aus der Flüchtlingshilfe mitnimmt: „Wenn man so nah dran ist, dann sieht man alles noch mal aus einem anderen Blickwinkel“, so Michel. New Chapter unterstützt die Flüchtlinge weit über die Erstversorgung hinaus: „Eine unserer Kolleginnen übersetzt, vermittelt sprachlich, besucht die Flüchtlinge in den Wohnungen, zeigt die Umgebung, hilft bei Behörden- und Arztgängen und engagiert sich an allen Stellen, wo geholfen werden kann“, erklärte die Vereinsvorsitzende. Auch das Vermitteln von Deutschkenntnissen für Kinder ist ein Wunsch, welchem der Verein nachkommen will.

Neben den Hilfsangeboten kommt der Verein mit seinen drei Mitarbeiterinnen weiterhin seinem Hauptzweck in der Suchtprävention und als Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche nach. Die Präventionsmaßnahmen von New Chapter finden in der Straßenarbeit, oder als Präventionsvorträge in Schulen, Gemeinden und Gruppen statt. „Wir haben auch Angebotsveranstaltungen für Lehrer, Eltern und Erzieher, welche sich um die Themen der Drogenprävention drehen. Dies ist Aufklärungsarbeit für konkrete Zielgruppen“, wie Michel erklärte. Seit Juni 2021 ist eine Kinder- Jugendpsychotherapeutin und Sozialpädagogin für den Verein tätig, welche Beratungsgespräche mit Eltern und Jugendlichen führt, um so die Hilfe nachhaltig zu gestalten. „Wir versuchen mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen“, erläutert Ilka Michel. Durch die Arbeit des Vereins erlangten in den vergangenen Jahren betroffene Jugendliche mit Suchthintergrund wieder gefestigte Lebensverhältnisse, so Michel. Diese Jugendliche pflegen heute noch einen guten Kontakt zum Verein und engagieren sich zum Beispiel in den Weihnachts- und Osteraktionen, die der Verein jedes Jahr initiiert. Wir sammeln und verpacken liebevoll Geschenke für Kinder, welche keine Eltern mehr haben oder nicht in Ihrem Elternhaus leben können. Unsere "Ehemaligen" erkennen sich oft darin wieder und sind voller Begeisterung dabei, wenn es darum geht anderen Kindern eine Freude zu bereiten. Aber auch die Einwohner unserer Stadt spenden für diese Aktionen überwältigend großzügig an Geschenken, wie Frau Michel berichtet. Abschließend erklärt sie: „Auch der Schutz der Stadt liegt dem Verein in seiner Arbeit sehr am Herzen, dass das allgemeine Wohlbefinden aller Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden kann“. Mittlerweile hatte der Verein mehrere hundert Straßeneinsätze jährlich, in denen präventiv mit Personen Kontakt aufgenommen wurde sowie mehrere hundert Fälle, in denen eine Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden stattfand. Der Verein arbeitet in Flöha, Chemnitz und dem gesamten Landkreis Mittelsachsen. efh

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